new bauhaus chicago: experiment fotografie und film

Vor 80 Jahren gründete László Moholy-Nagy das New Bauhaus in Chicago und gab damit der US-amerikanischen Fotografie einen entscheidenden kreativen Impuls. Dieses Jubiläum nehmen wir zum Anlass, die außerhalb der USA einzigartigen Bestände zum New Bauhaus und dem daraus hervorgegangenen, bis heute bestehenden Institute of Design aus der Fotosammlung des Bauhaus-Archivs zu präsentieren. Fotografien, Filme, Publikationen und Dokumente aus der legendären Fotoschule mit Lehrern wie György Kepes, Harry Callahan, Aaron Siskind und Arthur Siegel lassen die experimentierfreudige Werkstatt-Atmosphäre wieder aufleben.

Als Gastkuratorin bereitet Dr. Kristina Lowis gemeinsam mit der Sammlungskuratorin Dr. Sibylle Hoiman die Ausstellung und den Katalog zur Fotografie am New Bauhaus vor. Auf Forschungsreisen nach Chicago identifizierte Kristina Lowis Leihgaben aus dortigen Archiven, Museen und Galerien, um die Exponate aus dem umfassenden Bestand des Bauhaus-Archivs gezielt zu ergänzen.

New Bauhaus Chicago. Experiment Fotografie ist die Auftaktausstellung des Bauhaus-Archiv / Museum für Gestaltung, Berlin zum 100-jährigen Gründungsjubiläum des Bauhauses im Jahr 2019 und wird von der Kulturstiftung des Bundes und dem Land Berlin gefördert.

Zeiten: 15.11.2017-05.03.2018

Ort:  Bauhaus-Archiv e.V. /  Museum für Gestaltung (Berlin)

Beitragsbild: György Kepes, Porträtstudie (Juliet Kepes), 1938

Quelle: bauhaus.de

Frau Architekt – Seit mehr als 100 Jahren: Frauen im Architektenberuf

Die Architektur war lange Zeit eine Männerdomäne. Erst zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurden an Deutschlands Hochschulen erstmals Architektinnen ausgebildet. Gegenwärtig sind weniger als ein Drittel der Architekten Frauen, aber möglicherweise könnten es im Jahr 2020 schon über die Hälfte sein, denn momentan studieren mehr Frauen als Männer an den Architekturhochschulen. Das Deutsche Architekturmuseum in Frankfurt wird dieser  Entwicklung mit einer Ausstellung und einem großen internationalen Symposium Rechnung tragen.

Zeiten: 30.9.2017–8.3.2018

Ort: Deutsche Architekturmuseum DAM (Frankfurt/ Main)

Beitragsbild: DAM, Frankfurter Küche \\ © Uwe Dettmar

Quelle: AAD

 

Von der Urhütte zum Wolkenkratzer

EINE ZEITREISE DURCH DIE ARCHITEKTURGESCHICHTE

Die Dauerausstellung des DAM „Von der Urhütte zum Wolkenkratzer“ im zweiten Obergeschoss des Museums zeigt die in Deutschland umfangreichste Sammlung von Modellpanoramen zur Architekturgeschichte. In 24 illusionistischen Großmodellen wird die Entwicklung der vom Menschen gestalteten Umwelt eindrucksvoll veranschaulicht. Am Beginn der spannenden Zeitreise durch die Architektur von der Steinzeit bis ins 21. Jahrhundert steht ein aus Ästen und Laub gefertigtes Dach – der älteste nachweisbare Schutz des Menschen am Strand von Nizza ca. 400.000 v. Chr. Die Ausstellung umfasst ferner die berühmten Terrassentempel der ägyptischen Pharaonen in Der el-Bahari, das prächtige Forum in Pompeji, dessen Bauten das römische Staatswesen hervorragend veranschaulichen, sowie die Renaissance- Idealstadt des humanistisch geprägten Papstes Pius II. Die in Deutschland gelegene barocke Kleinstadt Arolsen mit ihrer Schlossanlage verkörpert den absolutistischen Geist des frühen 18. Jahrhunderts, während das nach einer Zeichnung von Gustave Dore gefertigte Modell eines Londoner Elendsviertels die Folgen der Industrialisierung veranschaulicht. Der von Joseph Paxton für die Weltausstellung 1851 geschaffene Kristallpalast steht für die Ingenieurleistungen in der Architektur. Seine Skelettkonstruktion war Wegbereiter für die Hochhäuser der Metropolen des 20. Jahrhunderts. Diesen neuen Bautypus vergegenwärtigt ein Blick auf die Skyline von Manhattan und das Modell des Frankfurter Main Towers, ein „intelligentes“ Hochhaus der Gegenwart.

Vertiefende architektur- und sozialgeschichtliche Informationen zu den Dioramen bekommen Besucher an einem Terminal: mit Weltkarte und Zeitstrahl sowie einem reich bebilderten und querverlinkten Lexikon „Architekturalphabet“. In einer Reihe von vertonten und animierten Lernspielen können Kinder selbst kreativ werden: ein Baumeister-Diplom erwerben, mit „Phileas Fogg in acht Minuten um die Welt“ reisen, Scheherazade auf der Suche nach dem Traumschloss begleiten oder mit Kapt‘n Nemo in Unterwasserwelten abtauchen.

 

Zeiten: Dauerausstellung

Ort: Deutsches Architekturmuseum (DAM) – Frankfurt am Main

Quelle: DAM

Weissenhofmuseum im Haus Le Corbusier Stuttgart – Dauerausstellung

Haus 1: Informationszentrum
In der linken Haushälfte, deren Grundriss seit den 1930er Jahren tiefgreifend verändert wurde, informiert eine Ausstellung über die Entstehung und Geschichte der Weissenhofsiedlung. Die Museumseinrichtung entstand dabei als „Echo“ auf den ursprünglichen Grundriss, ohne die Spuren baulicher Veränderungen zu verwischen.

Haus 3: Begehbares Exponat
Die rechte Haushälfte orientiert sich an der Zeit von 1927, als die Werkbundausstellung auf dem Weissenhof eröffnet wurde: Die Raumaufteilung Le Corbusiers, die Farbgebung und ein Teil der Einrichtung konnte wiederhergestellt werden. Der Besucher erlebt so eine Momentaufnahme der damaligen Ausstellung.

Zeiten: Dauerausstellung

Ort: Weissenhofsiedlung Stuttgart

Beitragsbild:

Quelle: AAD