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Studiengangsexkursion Vorarlberg (05/2018)

Dieses Jahr verschlug es die Exkursionsgruppe rund um Katrin Trutz, Sven und Sybille Ronshausen zwischen die Grenzen der Schweiz, Liechtensteins und Bayerns, in Österreichs westliches Bundesland Vorarlberg.

Im Laufe der Zeit entwickelte die Region einen besonderen Umgang mit dem Thema Bautradition, regionalen Materialien, der Landschaft und der Bevölkerung. Unter dem Motto „Material und Tradition“ sammelte die Gruppe zwischen dem 13. und 18. Mai 2018 viele Eindrücke und Erkenntnisse dieser landeseigenen, selbstbewussten Umgangsart.

Nach der neunstündigen Busfahrt war das erste Ziel der „Vitra Campus“ in Weil am Rhein, welcher von Architekten wie Zaha Hadid, Herzog & de Meuron und Frank Gehry geprägt wurde. Die erste Nacht verbrachte die Gruppe in dem Design Youth Hostel in Basel. Am zweiten Tag erkundeten die Studis das Kunsthaus Bregenz, das Ende der neunziger Jahre vom renommierten Architekten Peter Zumthor entworfen und gebaut wurde. Im Anschluss bekam die Gruppe eine exklusive Führung von Stefan Abbrederis, von „Cukrowicz Nachbaur Architekten“, im Vorarlberg Museum. Die Studierenden erhielten so einen persönlichen Eindruck des Architekten, des Gebäudes und dessen Bauphasen in der Zusammenarbeit mit örtlichen Handwerkern. Der Mittwoch begann mit einer leicht verregneten Morgenwanderung entlang der Krumbacher Bauten, die maßgeblich durch den ortsverbundenen und ansässigen Architekten Bernado Bader geprägt wurden. Hiernach besuchte die Gruppe den „Werkraum“ von Peter Zumthor, in dem regionale Handwerker ihre Produkte präsentieren, die nicht selten in Zusammenarbeit mit internationalen Designern entstanden sind. Zum Abschluss des Tages bekamen gab es eine Werksführung bei der „Zumtobel Lightning GmbH“ durch die Fertigungsstätten und das Lichtlabor. Als Vorbereitung auf den anstehenden Bürobesuch bei den „marte.marte“ Architekten in Feldkirch, wurde am Donnerstag das Freilichtmuseum Römervilla in Rankweil besichtigt. Spontan konnten die Studis noch eine Führung in sage und schreibe 15 Minuten durch das Montforthaus einschieben, dem Kultur- und Kongresszentrum der Stadt Feldkirch. Danach ging es noch mal über die Grenze in das Fürstentum Liechtenstein. Hier bekamen die Reisenden als erstes eine Führung um und durch das konsequent gestaltete Landtagsgebäude von Hansjörg Görlitz. Anschließend folgte eine Führung durch das Kunst-Museum Vaduz. Der letzte Halt, wieder in Österreich, war der Islamische Friedhof in Altach, welcher ebenfalls von Bernado Bader gestaltet wurde. Freitagmorgens, nach einem Abschlussabend mit Blick auf die weltberühmte Seebühne Bregenz, ging es wieder zurück nach Hannover.

Was blieb, waren die Erfahrungen der ereignisreichen Tage sowie ein, mit den Eindrücken einer besonderen Architekturlandschaft, gefüllter Kopf.