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Musik + Raum

Umgestaltung eines Pavillons im Expo-Park

Ausgehend von einem Musikstück freier Wahl sollte in Teamarbeit ein Gestaltungskonzept für den Pavillon im Expo-Park entwickelt werden. Es sollte dabei eine Atmosphäre entstehen, die die Musik widerspiegelt und interpretiert.

Dabei handelt es sich um einen temporären Eingriff.

Der Pavillon konnte umgebaut, also geschlossen, überdacht oder eingeteilt werden, durfte in seiner Grundfläche von 8x8m aber nicht erweitert werden. Die Bausubstanz sollte berücksichtigt werden und ein Rückbau möglich sein.

 

You´ve Got The Love

Marie Gockel & Nicole Nowak

Pavillon_You´veGotTheLove homepage

Das Lied „You´ve Got The Love“ von Florence + The Machine handelt von bedingungsloser Liebe und der dadurch ausgelösten Hoffnung, Geborgenheit und Euphorie. In unserem Entwurf haben wir unseren Fokus auf das Gefühl der Euphorie gesetzt.

Nach dem ruhigen Anfang baut sich das Lied zu einem nahezu ekstatischen Höhepunkt auf. Der Besucher wird am Eingang vor dem Betreten des Pavillons von einem sprechenden Bildschirm in Empfang genommen. Dieser bestimmt den Zeitpunkt des Eintretens. Um eine intime Atmosphäre zu schaffen, dürfen sich maximal zehn Personen gleichzeitig in der Installation aufhalten. Zu Anfang erstrahlt der Raum in rotem Licht, welches ein Gefühl der Geborgenheit hervorruft. Diese Emotion wird durch die Wiederholung von runden Formen verstärkt. Die goldene Kuppel lässt Assoziationen mit einer Kirche zu. Wie auch im Lied befindet sich hier eine Andeutung auf das Göttliche.

Im Zentrum des Raumes befindet sich ein großes Trampolin, auf welchem der Besucher zu dem lauten Höhepunkt des Liedes und zu warmen, hellen Licht springen kann. Dies soll ihn an die kindliche Herangehensweise an das Leben erinnern.  Jene ist besonders durch eine gewisse Berauschtheit und Glücksgefühle geprägt. Man lebt den Moment. Um das Trampolin herum erstreckt sich ein mit rotem Teppich belegter, begehbarer Steg. Umfasst wird der Raum von neun goldenen Säulen, an denen Bildschirme angebracht sind. Auf diesen werden rote Lippen abgespielt, welche sich zu den Emotionen des Liedes bewegen.

Der Besucher soll die Installation in einem Rausch der Euphorie verlassen und das wiedererweckte Gefühl aus diesem Erlebnis mit nach draußen tragen.

 

AIR – ALL I NEED

Tina Jochens & Xenia Höke

bilder

Der Pavillon gibt von außen keinen Aufschluss darüber, was den Besucher im Inneren erwartet. Über eine außenliegende Treppe erreicht er den Eingang. Durch einen schwarzen Vorhang gelangt er in einen dunklen Tunnel. Dieser bringt den Besucher zur Ruhe, er besinnt sich ganz auf die für ihn ungewohnte Atmosphäre und lässt so seine gewohnte Welt hinter sich.

Am Ende des Tunnels kann der Reisende bereits ein bläuliches Licht erkennen. Über Felsen taucht er nun ab in eine andere Welt. Zunächst scheint die Umgebung eine irreale Anmutung zu haben. Die Luft schmeckt nach Salz. Während der Gast die ungewohnte Umgebung erkundet, bahnt er sich mit Schwimmbewegungen durch die herabhängenden Fäden. Die wahren Maße des Pavillons sind für den Besucher durch die organischen Rundungen nicht zu erkennen. Das menschliche Gehirn ist nicht in der Lage die Größe rundlicher Formen zu schätzen. (diese Tatsache belegt zum Beispiel die Produktionshalle von Vitra, von den Architekten Kazuyo Sejima und Ryue Nishizawa des Büros SANAA gestaltet)

Die türkisfarben funkelnde Umgebung vermittelt eine surreale Atmosphäre, als würde man in einer anderen Welt schweben.