Du planst an der Hochschule Hannover zu studieren?

Hier kannst du die Informationsbroschüre über die Hochschule finden (Englisch).

Wanderlust HS Hannover

Die Online Plattform Wanderlust der Hochschule Hannover bietet Studierenden inspirierende Auslandserlebnisse in Form von Bildern, Filmen und Berichten von Kommiliton_innen und unterstützt mit nützlichen Tipps, Checklisten sowie dem direkten Kontakt bei der Planung eines eigenen Auslandsaufenthalts. Hier können sich HsH-Studierende austauschen oder ihren eigenen Aufenthalt Schritt für Schritt planen.

Für mehr Informationen geht’s hier zur Website und hier zur facebook-Page.

Ein Auslandssemester auf Bali – die Insel der Götter und Dämonen

Marie Gockel war im Sommersemester 2016 für ein Auslandssemester auf Bali und berichtet von ihrem spannenden Aufenthalt:

„Die Idee in ein asiatisches Land zu gehen um dort ein Semester lang zu studieren, kam mir während meines Praktikums in Melbourne. Australien hat einen großen asiatischen Bevölkerungsanteil und entsprechend gibt es viele Einflüsse von dem benachbarten Kontinent. Diese machten mich neugierig auf eine, für mich vollkommen fremde, und einzigartige Kultur.

Auf der Suche nach einer geeigneten Universität kam ich schnell auf die Udayana University auf Bali, Indonesien. Die Universität ist die größte und modernste Balis und verfügt über insgesamt 11 Fakultäten. Sie hat ungefähr 22.000 Studierende, die an 12 Grundstudiengängen und 12 postgradualen Studiengängen teilnehmen.

Mit 210 Millionen Einwohnern ist der Inselstaat Indonesien eines der bevölkerungsreichsten Länder der Welt. Das Klima ist tropisch-feucht und warm und die Temperaturen liegen stetig um die 25-27 °C. Auch dies waren natürlich gute Aussichten auf ein tolles Semester im Ausland.

In der Region um Bali gibt es nur zwei Jahreszeiten, die Trockenzeit (zwischen Mai und September) und die Regenzeit (zwischen Oktober und April). Aus diesem Grund, aber auch wegen der geringen Entfernung, bot es sich für mich an, direkt aus Australien anzureisen und dort im April mein sechstes Semester zu verbringen.

Angekommen auf Bali musste ich mich erstmal an die neue Umgebung, das Klima und vor allem die vielen Menschen und den chaotischen Straßenverkehr gewöhnen. Die Balinesen gelten jedoch nicht umsonst als Volk des Lächelns und nahmen mich sofort mit offenen Armen in ihrem Land auf.

Im Gegensatz zum größtenteils islamischen Indonesien, fühlen sich auf Bali knapp 92% der Bevölkerung dem Hinduismus zugehörig. Mit diesem Glauben verbindet sich neben vielen Ritualen und Feiertagen auch eine ganz besondere und einzigartige Architektur.

Der Schwerpunkt des Studiengangs South-East-Asian Architecture an der Udayana University lag darauf, den meist westlichen Gaststudenten Vergleiche zwischen westlicher und tropischer Bauweise aufzuzeigen und durch mögliche Verbindungen der Stile neue Harmonien in der modernen Architektur zu schaffen. Neben der praktischen Arbeit an den Entwurfsprojekten fanden theoretische Kurse auf Englisch an der Universität statt, die

unter anderem die Bereiche Innenarchitektur, Hotelarchitektur und Baugeschichte Südostasiens behandelten. Außerdem gab es wöchentliche Exkursionen und Workshops, sowie einen Sprachkurs in der Landessprache „Bahasa Indonesia“.

Wir hatten für die Kurse an der Universität einiges zu tun, trotzdem blieb genügend Zeit die Insel mit dem Roller zu erkunden oder die großen und kleinen benachbarten Inseln zu bereisen. Indonesien ist unglaublich vielfältig und fast überall wird man von den Einheimischen herzlich empfangen. Aufgrund rund des immer stärker werdenden Tourismus kommt es jedoch leider zu immer mehr Kriminalität auf Bali. Dies und die große Unfallgefahr auf den vollen Straßen sollte man als Tourist auf keinen Fall unterschätzen.

Insgesamt hatte ich ein wahnsinnig spannendes und aufregendes Semester auf Bali. Ich habe sehr viel über eine ganz andere Art der Architektur erfahren, aber auch vieles, was ich in Deutschland anwenden kann.
Durch das Auslandssemester habe ich diese Insel Bali mit seiner Kultur und seinen Menschen so intensiv kennenlernt, wie es in einem Urlaub nie möglich gewesen wäre.“

 

Summer School in Finnland

Sabrina Severin, Maren Weinberg und Tabea Mayenberger waren vom 30.06. – 10.07.2016 in Lahti, Finnland. Maren hat zusammengefasst, was sie dort erlebt haben:

„Wie kam es überhaupt zu diesem Aufenthalt? Es gab eine E-Mail vom internationalen Büro, woraufhin wir uns mit kurzem Bewerbungstext direkt an der LAMK beworben haben. Zwei Tage später kam die Zusage

In Lahti konnte man sich entweder selbst um eine Unterkunft kümmern oder einfach 280€ für die Unterkunft in einem Studentenwohnheim zahlen. Dort hatte man dann jeweils zu zweit eine kleine 2-Zimmerwohnung mit Balkon, Küche, Bad und fast allem was das Herz begehrt.

Die Summer School kostet eigentlich 650€, allerdings entfiel für uns diese Kursgebühr, da die Hochschule Hannover eine Partner-Uni der LAMK ist. Also mit dem Semesterticket nach Bremen, Ryanair-Flüge nach Tampere, Bus nach Lahti (~150€ hin und zurück) und 280€ für die Unterkunft. Wir haben in den zweieinhalb Wochen jeder ca. 100 Euro für Essen und Getränke gezahlt. Dazu muss man sagen, dass wir dank Studentenausweis der LAMK in der Mensa für nur 2,50€ die Teller randvoll hauen konnten.

Der Campus der Hochschule ist sehr modern eingerichtet und hat eine sehr gut ausgestattete Bibliothek. Überall gibt’s Chill-Ecken und Blickbeziehungen durchs ganze Gebäude werden ermöglocht, sodass man sich direkt wohl gefühlt hat.

Wir haben in den zwei Wochen in verschiedenen Gruppen an vier Projekten mit realen Auftraggebern gearbeitet.

– Going into the forest – diese Gruppe beschäftigte sich mit den Problemen der Wanderwege und des Marketings in einem nahegelegenen Wald von Lahti.
– 3D Scanning – die Teilnehmer untersuchten den sinnvollen Einsatz von 3D Scans, unter anderem von Gebäuden.
– Transport group – Sabrinas Gruppe war für die Verbesserung der verwirrenden Busfahrpläne und des gesamten öffentlichen Verkehrssystems zuständig und präsentierte am Ende viele Verbesserungsvorschläge und eine APP mit der die Nutzung der Öffis deutlich vereinfacht und der Zielgruppe schmackhafter gemacht wurde.
– Enonsaari (Uncle´s Island) – Die Gruppe in der Tabea und ich waren, überlegte sich während der zwei Wochen, wie das Marketing einer Insel verbessert werden konnte. Dafür entwickelten wir eine neue Website, welche die neue Corporate Identity der Insel widerspiegelt und auch internationalen Besuchern die Möglichkeit gibt, sich zurecht zu finden.

Unterstützt wurde die Arbeit durch zahlreiche super spannende Vorträge der internationalen und interdisziplinären Gastdozenten. Wir hörten unter anderem Vorträge zu sustainable Design, thinking outside the box und die Basics für Marketing. Die Projektarbeit war ziemlich frei eingeteilt und wurde je Team durch zwei Dozenten unterstützt. Jede Gruppe hatte am Ende einen Artikel abzugeben und seine Ergebnisse in Form einer Präsentation zu präsentieren.

Es waren Studenten aus Kanada, Schottland, Spanien, Irland, China usw. vor Ort. Dadurch, dass fast alle im Studentenwohnheim untergebracht waren, wurde viel gemeinsam unternommen. Die finnischen Teilnehmer haben uns auch gerne in ihrer Stadt herumgeführt und uns die finnische Kultur näher gebracht.

In unserer Freizeit waren wir in kleinen Cafés und Kneipen unterwegs, haben am See gechillt oder gemeinsam sauniert, gekocht oder gefeiert. Insgesamt war eigentlich genug Freizeit vorhanden, in der wir uns allerdings vorwiegend mit unseren Abgaben für die Hochschule zuhause beschäftigen mussten, da für uns, im Gegensatz zu den anderen, die Semesterferien noch nicht begonnen hatten.
Teil der Summer School war auch ein gemeinsamer Ausflug auf die Insel Enonsaari, welcher durch ein Überlebenstraining mit einem der Dozenten super spannend war. Wir sind gewandert, haben mit selbst gebauten Angeln Fische gefangen, Lagerfeuer gemacht und später darauf Pfannkuchen gebraten. Beendet wurde der Tag – wie sollte es in Finnland auch anders sein – mit einem Gang in die Sauna und anschließendem Baden im See.

Zusammenfassend würden wir jedem empfehlen, jede Möglichkeit wahrzunehmen, im Ausland Erfahrungen zu sammeln. Man lernt tolle Leute, Orte und Kulturen kennen und erweitert seinen Horizont ungemein! Wir würden es jederzeit wieder tun.“

Der Erfahrungsbericht wurde ursprünglich auf Wanderlust veröffentlicht. Dort sind auch noch weitere Fotos zu finden.

Ein halbes Jahr in Südafrika

Jennifer Marr hat ihr Praktikum in Kapstadt absolviert

„Cape Town – Südafrika. Hier habe ich fast sechs Monate meines Lebens für ein Auslandspraktikum verbracht. Ich habe dort in einem kompakten Innenarchitekturbüro direkt in der Stadtmitte gearbeitet. Das Büro fokussiert sich hauptsächlich auf die Gestaltung von Shops und Privatwohnhäusern. Auf der Arbeit konnte ich meine eigenen Ideen einbringen und fast wie ein normaler Mitarbeiter bei den Projekten mitwirken. Ich war glücklich, dass ich direkt in die Projekte mit einbezogen wurde und es immer etwas zu tun gab. Genau kann ich gar nicht erklären was mich dazu gebracht hat, gerade an diesen Ort zu wollen – dass die Wahl auf Kapstadt fiel, war mehr eine Art Intuition. Die Zeit dort war für mich eine einmalige Erfahrung, durch die ich viele Kenntnisse aus dem Bereich der Innenarchitektur und auch Design im Allgemeinen mitnehme. Auch privat bin ich über mich hinausgewachsen. Die Reise bedeutete für mich eine private und auch berufliche Weiterentwicklung meiner Person. Kapstadt ist eine sehr bunte und vielfältige Stadt am Zipfel Afrikas. Mich haben die freundlichen Menschen und die Gelassenheit dieses Landes jeden Tag aufs Neue fasziniert. Auch der Mix aus verschiedenen afrikanischen Kulturen, die hier zusammen mit Menschen aus aller Welt zusammentreffen und gemeinsam leben, hat mich begeistert. Südafrika verfügt über eine unglaublich schöne Naturlandschaft und bietet viele Reisedestinationen an. Trotz allem birgt ein Auslandsaufenthalt auch Risiken. Gerade Südafrika ist wegen der hohen Kriminalitätsrate nicht ungefährlich. Dessen sollte man sich stets bewusst sein. Jedoch denke ich, man sollte sein Wunschziel nicht alleine davon abhängig machen. Ich würde es jedem empfehlen die Chance zu nutzen, ins Ausland zu gehen und seinen privaten und auch beruflichen Horizont zu erweitern – traut Euch!“

Praxissemester in San Francisco

Caroline Wulf war für 6 Monate an der Westküste der USA

„Fernweh, Abenteuerlust und mein großes Interesse an anderen Kulturen und Sprachen brachten mich dazu, mein Praktikum im Ausland zu absolvieren. Ich wollte nicht nur mein Fachwissen und meine Fertigkeiten in diesem Semester erweitern, sondern auch meine Sprachkenntnisse ausbauen und möglichst viel Lebenserfahrung sammeln. Daher entschloss ich mich für sechs Monate in die USA zu gehen.

Nach knapp einem halben Jahr zeit- und kostenintensiver Vorbereitung ging es im August endlich los. Mein Praktikum begann erst im September aber ich wollte die Zeit vorher noch nutzen, um die kalifornische Küste zu bereisen und brauchte die Zeit ebenfalls, um ein Zimmer zu finden.

Die erste Zeit wohnte ich in Oakland (Bay Area von San Francisco), im Oktober bin ich dann mitten ins Herz von San Francisco gezogen. Egal in welche Richtung ich aus der Tür ging, ich landete immer mitten im Geschehen. San Francisco hat so viele unterschiedliche Viertel, keins gleicht dem anderen. Es gibt riesige Parks, Strände, Berge zum Wandern, den Hafen und die pulsierende Innenstadt. Die dort wohnenden Menschen, ihre Kultur und die kulinarischen Angebote sind unglaublich vielfältig und spannend zu entdecken.

Mein Praktikumsbüro liegt ebenfalls in Oakland. Eine umgebaute Lagerhalle, die Büro und Wohnraum meiner Chefin auf zwei Etagen vereint. Ich wurde dort sehr herzlich aufgenommen und fühlte mich von Beginn an wohl. Das Büro ist auf Interior Design spezialisiert – Häuser, Büros und Bars werden mit exklusiven Möbeln ausgestattet. Jede meiner Kolleginnen war wirklich sehr bemüht, mir die Grundlagen und Arbeitsschritte zu erklären und mich in die Projekte zu integrieren. Eine offene Bürostruktur ermöglicht eine durchgehende Kommunikation untereinander und Ideen werden ständig ausgetauscht.

Zu Beginn hatte ich eher einfache und sich selbsterklärende Aufgaben, mit der Zeit wurden die Aufgaben jedoch größer und anspruchsvoller und die mir erteilte Verantwortung wuchs mehr und mehr. Auch meine Sprachkenntnisse wurden von Woche zu Woche besser. Anfangs habe ich mich vor Telefonaten mit Kunden und Händlern gedrückt und auch so manche Datenblätter von Möbeln und Leuchten haben mich anfangs in den Wahnsinn getrieben, doch mit der Zeit wurde ich immer sicherer und auch erfahrener.

In meiner Freizeit bin ich sehr gerne zum Sport gegangen. Dies war nicht nur ein guter Ausgleich zur Arbeit, sondern auch eine tolle Möglichkeit andere Leute kennenzulernen und Freundschaften zu schließen. Am Wochenende habe ich mit viel Vergnügen die Stadt und die Umgebung erkundet und das kalifornische Wetter genossen.

Trotz der anfänglichen Schwierigkeiten und enorm hohen Lebenshaltungskosten hat mich das Auslandssemester nach vorn getrieben und mir die Chance gegeben, mich ungemein weiterzuentwickeln.

Ich würde keine Sekunde zögern, nochmals ins Ausland zu gehen und dort für einen längeren Zeitraum zu leben und zu arbeiten. Daher möchte ich wirklich jedem Studenten einen Auslandsaufenthalt ans Herz legen, vor allem wenn es durch ein Stipendium unterstützt wird. Eine wichtige und tolle Chance die einen auf vielen Ebenen weiterbringt.“

Praktikum in Australien

Marie Gockel studierte ein halbes Jahr in Melbourne

„Ich hatte schon recht lange mit dem Gedanken gespielt ein Semester im Ausland zu verbringen. Dass wir unser Praxissemester also nicht zwingend in Deutschland verbringen müssen, kam mir also sehr gelegen.
Im August 2015 ging es dann also los ans andere Ende der Welt, nach Australien.

Ich habe mein Praktikum in einem kleinen Büro in Melbourne gemacht und mich dort sehr wohl gefühlt! Das Büro bestand aus 5 Personen aus den Bereichen Innenarchitektur und Architektur. Die meisten Projekte waren private Häuser von Familien. Genauso persönlich wie der Wohnraum, war auch die zusammenarbeit mit den Klienten, was mir sehr gut gefallen hat.

Natürlich unterscheidet sich die Kultur Australiens nicht so stark von der in Deutschland, jedoch war es eine wahnsinnig spannende Erfahrung und besonders in der Hinsicht auf Sprache und Eigenständigkeit lernt man unglaublich viel dazu.
Melbourne ist eine unglaublich bunte Stadt. Zum einen wegen seiner vielen Zuwanderer aus den unterschiedlichsten Ländern, vor allem aus Asien, aber auch aufgrund der Architektur. An jeder Ecke findet man neue interessante Häuser, Museen, Pavillons oder spannende Parks. Das fand ich an Melbourne besonders inspirierend.

Ein anderer Anreiz ist natürlich die landschaftliche Umgebung. Nur wenige Stunden mit dem Auto und man ist an den schönsten Küsten und Nationalparks Australiens. Immer wenn sich die Gelegenheit geboten hat, habe ich Ausflüge gemacht und versucht das Land und die Leute besser kennenzulernen.

Mir hat die Zeit in Australien unglaublich gut gefallen und ich kann jedem, der überlegt ein Praktikum im Ausland zu machen, nur dazu raten, es zu machen!“

EVENT CITY – Summer school in Lettland

Sophia Müller und Jana Beckmann haben  zwei von fünf deutschlandweiten Stipendien des DAAD  erhalten und reisten im August 2012 für 2 Wochen nach Cesis in Lettland.  Die Sommerschule, jährlich organisiert von der Riga Technical University, richtet sich an Studenten und  Absolventen der Richtungen Urbane Planung, Architektur, Design, Geographie, Kunst und soziale Bereiche.  In der diesjährigen Sommerschule lag der Schwerpunkt auf der  Interaktion von Events und Ritualen mit Umgebung und Gesellschaft.

Die Ergebnisse des Workshops wurden im Rahmen des Cesis Art Festivals (Experiment and Excellence) ausgestellt und präsentiert. Zu sehen sind die Arbeiten im Internet auf der Homepage der Universität oder auf facebook (RTU international summer school Event City).

„Wir hatten eine wunderbare, inspirierende Zeit und empfehlen allen sich eine solche Sommerschule nicht entgehen zu lassen! Neben der lettischen Kultur und gutem lokalen Essen, waren vor allem die fachlichen Diskussionen und Vorträge (z.B. Raumlabor, Querkraft,…) interessant und lehrreich. Durch die intensive  Zusammenarbeit  in verschiedenen Gruppen und gemeinsamen Ausflügen hat sich darüber hinaus ein großes, internationales Netzwerk gebildet.“

Praktikum in Tokio

Praktikum bei Artechnic architects

„„Ich liebe die japanische Kultur.“ Hätte der Architekt Bruno Taut diesen Satz nicht schon 1928 gesagt, hätte er ihn von mir geklaut. Das Praxissemester wollte ich von Anfang an im Ausland verbringen, erst als ich die Zusage eines favorisierten Betriebes aus Tokio erhielt, stand fest wohin ich gehen würde.

Während meiner Zeit bei Artechnic architects, habe ich viel über Traditionen, Richtlinien und Probleme der japanischen Architektur gelernt. Da diese natürlich ganz anders als in Europa sind, kann man ein ganz anderes Gefühl für Architektur und Design allgemein bekommen. Die wenige freie Zeit nutzte ich um Land und Leute besser kennen zu lernen.

Ich hatte das Glück einen tollen Praktikumsplatz in einem wunderschönen Land ergattert zu haben. Ich kann nur allen, die darüber nachdenken raten, Erfahrungen im Ausland zu sammeln und die Bedenken in den Wind zu schiessen, denn erst einmal angekommen, funktioniert immer alles irgendwie.“

– Celina Freudenthal

Robert Gordon University in Aberdeen

Nina Steinsträter studierte in Aberdeen

„Im Wintersemester 2010/2011 habe ich an der Robert Gordon University in Aberdeen, im Nordosten von Schottland, studiert. An der FH Hannover studiere ich eigentlich Innenarchitektur. Da dies in Aberdeen nicht angeboten wird, habe ich Product Design belegt. Es war sehr spannend einen weiteren Design-Bereich mit seinen verschiedenen Herangehensweisen und Abläufen näher kennenlernen zu dürfen.

Die Produktdesigner aus allen vier Jahrgängen sind in einem großen Raum, dem Studio, untergebracht. Das gefiel mir sehr, da so der Austausch zwischen allen Studenten gefördert wurde. Jeder Jahrgang hat seinen Bereich und auch jeder Student konnte sich seinen eigenen Arbeitsplatz dort einrichten.

Aberdeen ist zwar eine relativ kleine Stadt, wird aber durch ihre beiden Universitäten sehr belebt. Dies und die Ölindustrie machen es zudem zu einem Ort, an dem man Menschen aus aller Welt begegnet. Schottland ist, wie ich finde, ein schönes Land mit sehr freundlichen und geselligen Menschen. Ich habe eine ganze Menge erlebt und die Zeit dort sehr genossen.“

Universitiy of Technoloy in Sydney

Ann- Christin Ludwig studierte in Australien

„Letztes Jahr im Sommer wurde ich glücklicherweise für einen der vier Studienplätze an der Universitiy of Technoloy in Sydney ausgewählt und studiere jetzt hier im Autumn Semester 2010 Interior Design.

Sydney ist eine tolle Stadt, mit vielen schönen Plätzen am Wasser und im Grünen und es gibt viele Unternehmungen, die man bei dem guten Wetter genießen kann. Zwei Drittel der Studenten der UTS sind internationale Studenten und dementsprechend sind die Leute dort alle sehr aufgeschlossen. Es gibt interessante Fächer und man lernt andere Arbeitsmethoden kennen.

Ich kann jedem empfehlen sich für einen Studienplatz hier zu bewerben, es ist ein tolles Erlebnis und ich genieße die Zeit hier sehr!“

Für ein Semester nach Groningen

Marie Märgner und Rouven Dürre studierten ein Semester Innenarchitektur in Groningen.

„Hoi! Groningen ist eine absolute Studentenstadt, jeder Dritte hier ist unter dreißig Jahre alt und die Stadt ist voller Leben. Wir studieren an der Akademie Minerva, eine Hochschule für Kunst und Design. Insgesamt sind wir 15 Exchange Students, allerdings studieren von diesen nur wir beide Innenarchitektur. An der Hochschule gibt es eine große Vielfalt sich kreativ auszuleben. So haben wir unter anderem Kurse belegt wie Fotografie, Typografie in der Druckwerkstatt und Siebdruck.

Jetzt heißt es für uns weiterhin fleißig Niederländisch lernen, denn die meisten Kurse werden auf Niederländisch gehalten. Trotz unseres vollen Stundenplans, versuchen wir Stadt und Leute besser kennzulernen und das halbe Jahr in Groningen zu genießen.“

Designlabor Bremerhaven

Dagmar Ambroziewicz erhält das renomierte Stipendium

Ab Oktober 2009 wird Dagmar Ambroziewicz, ehemalige Studentin des Studiengangs,im Designlabor an einem städtebaulichen Projekt arbeiten. Das Designlabor Bremerhaven vergibt in jedem Jahr acht Stipendien an Hochschulabsolventen der Bereiche Produktgestaltung, Kommunikationsdesign und Architektur. Entwerfer unterschiedlicher Fachgebiete arbeiten alljährlich disziplinübergreifend am Designlabor mit namhaften Spezialisten an zukunftsweisenden Projekten. Ausgeschrieben ist das sechsmonatige Stipendium für europäische Hochschulabsolventen, deren Abschluss nicht länger als ein Jahr zurückliegt.

Martina Wiedleroither promoviert an der Universität der Künste Berlin

Martina Wiedleroither, Absolventin der FH Hannover des Studiengangs Innenarchitektur, promoviert an der Universität der Künste Berlin. Ziel ihrer Arbeit mit dem Titel „Neutrum Raum?“ ist es im Rahmen einer theoretischen und praktischen Erkundung des Ausstellungsraumes, Erkenntnisse über das Wechselspiel zwischen Raum, Objekt und Betrachter zu gewinnen.

Inwieweit nimmt der Raum Einfluss auf die Wirkung der Ausstellung bzw. des Werkes? Wo bestehen Möglichkeiten und Grenzen des Raumes? „Neutrum Raum?“ stellt den Versuch dar, eine Brücke zwischen den Disziplinen Architektur und Kunstwissenschaft zu schlagen. Diese Interdisziplinarität spiegelt sich auch in der Wahl der Betreuer wieder: von Seiten der FH Hannover wird Martina Wiedleroither von Prof. Suzanne Koechert betreut, als Doktorvater konnte sie Herrn Prof. Dr. Robert Kudielka gewinnen. Die Zustimmung der Betreuer stand am Anfang eines langwierigen und schwierigen Aufnahmeverfahrens.

Vergangenen Herbst wurde sie schließlich unter der Auflage von zusätzlich zu absolvierenden Seminaren zur Promotion zugelassen.

Ein Auslandsemester in Sydney

Daniela Kotte, 7. Semester Innenarchitektur, wird als vierte Studentin das „Autumn semester 2009“, also von Februar bis Juli 2009 an der University of Technology Sydney verbringen.
Aufgrund der Hochschulpartnerschaft zwischen der UTS und der FHH wird den Studenten die Studiengebühr in Höhe von ca. 3000 AD an der UTS erstattet.
Die UTS gehört zu den besten Hochschulen des Landes und schneidet auch im internationalen Ranking gut ab.

Jessica Backer studierte in Finnland

Jessica Backer, 8.Semester Innenarchitektur, hat im Wintersemester 2008/09 im Rahmen des ERASMUS Austauschprogramm ein Semester in Finnland absolviert. Sie hat sich dort u.a mit dem finnischen Design auseinandergesetzt und dafür die Kymenlaakson University of Applied Sciences in Kouvola ausgewählt.

Auslandsemester in Sydney

Die Fachhochschule Hannover vergibt in Kooperation mit Partneruniversität UTS jährlich 3 Studienplätze für ein Auslandssemester an der University of Technology Sydney. Es ermöglicht Studenten der Abteilung Design und Medien ein Semester in Sydney zu studieren.

Das englischsprachige Auswahlverfahren bestand aus dem Verfassen eines „Letter of Motivation“ und einem Gespräch vor einer Kommission, in dem die persönliche Motivation für das Auslandssemester dargelegt und bisherige Projekte präsentiert werden sollten.

Schließlich setzen sich Simone Austen (Modedesign) und Marthe Eigenbrodt (Modedesign) sowie der Innenarchitekturstudent André Nakonz beim Auswahlverfahren durch. Die drei Studierenden werden nun das „Autumn semester 2009“, also von Februar bis Juli 2009 an der UTS verbringen.
In einem Ranking im Jahr 2005 erreichte die UTS einen Platz unter den 100 besten Universitäten der Welt und der Studiengang Interior Design zählt zu den besten des Landes. So werden in der Innenarchitektur z.B. folgende Unterrichtsfächer angeboten: Sustainable Human Futures, Intercultural Asia oder Residential Environments.

Aufgrund der Hochschulpartnerschaft zwischen der UTS und der FHH wird den drei Studenten die Studiengebühr in Höhe von ca. 2000-3000 AD an der UTS erstattet. Für weitere finanzielle Unterstützung müssen die Studenten ein Stipendium oder Auslands-BAföG selbst beantragen.