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Himmelsglück

In ihrer Bachelorarbeit im SS 2015 machten es sich Sina Laureen Raske und Joy-Katharina Pruß zur Aufgabe für die leerstehende Affhüppenkapelle in Warendorf ein Umnutzungskonzept in ein Restaurant zu entwickeln.

Das Ziel ihres Entwurfes war es die Qualität des Bestandes und dessen architektonische Bedeutung zu unterstützen. Aus diesem Grund entschieden sie sich mit diesem zu arbeiten und ihn zu nutzen. Die Besonderheiten der Kapelle sind die Raumhöhe, die großen, verzierten Fenster, sowie die Rundbögen. Um diese hervorzuheben planen sie eine Hochebene ein, durch die der Besucher die Möglichkeit hat diese intensiver zu erleben.

Blick-durch-die-Kapelle

Zusätzlich erreichen sie durch die Hochebene eine wohnlichere Atmosphäre, da die Raumhöhe unterteilt wird. Außerdem planen sie diese so, dass die Fenster im Obergeschoss auf bodentiefer Höhe liegen und somit die gesamte neue Ebene lichtdurchflutet wird. Um den Räumlichkeiten Leichtigkeit zu verleihen und die Helligkeit zu unterstützen, haben sie sich entschieden mit weiß verputzten Wänden zu arbeiten.

Da die Möglichkeit bestehen soll, die Kapelle in ihren Ursprung zurück zu versetzen, haben sie den gesamten Entwurf mit reversiblen Einbauten geplant, welche in ihrer Formsprache geradlinig gehalten sind und somit einen architektonischen Kontrast zur Kapelle bilden. Die Personalräume, Küche, sowie die Besuchertoiletten verschwinden unter der neuen Ebene und beeinträchtigen so nicht die Raumwirkung. Da sich im neu gewonnenen Erdgeschoss nun keine Fenster mehr befinden, planen sie zwei neue Fenster für den Personalaufenthaltsraum ein, die in den Konsolen des Bestandsmauerwerks liegen.

Blick-durch-die-Kapelle-bearbeitet-Kopie

Von der Garderobe läuft der Gast direkt auf die Treppe zu und wird durch den beleuchteten Handlauf nach oben gezogen. Hier befindet sich im Mittelpunkt die Bar, welche durch ihr Design und ihre Position an einen Altar anlehnt und zusätzlich als Empfang dient. Um einen Spannungsaufbau zu erzeugen, wird die Bar hinterleuchtet. Dadurch wird sie zu einem besonderen Augenmerk und die Assoziation des Altars wurde von uns neu interpretiert. Unterstützt wird diese Anlehnung durch einen großen Ringleuchter, der sich über der Bar befindet, da wir auch diesen mit einem Kirchenbesuch in Verbindung setzen. Ein großzügiger Sitzbereich entsteht im Chor und passt sich an dessen Formsprache an. Hier fällt vor allem unsere neu entworfene Bank auf, die den gesamten Chor umrandet.

Galerie

Bei der Gestaltung war es ihnen wichtig, dass diese an eine Kirchenbank erinnert und somit der Bezug zur Kirche nochmals aufgegriffen wird. In den Sitzbereichen der Seitenschiffe befinden sich ebenfalls die neu entworfenen Bänke, die diese ebenso umrahmen. Über den Steg gelangt man zu weiteren Sitzplätzen und einer besonderen Sitznische. Durch die Galerie entstehen faszinierende Blickbeziehungen und der Besucher kann von jeder Position der Hochebene die Raumdimension der Kapelle erleben.

Chor-bearbeitet