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Gartenheim

Die Neuinterpretation des Kleingartenwesens durch die Integration von Wohnraum ermöglicht neue Perspektiven den „Garten“ zu einem alternativen Wohn- und Lebensraum in der Stadt zu machen. Zu produktiven Gärten, die städtische Naturerfahrung, Selbermachen, Begegnung und Gemeinschaft ermöglichen und gleichzeitig einen Rückzugsort für ihre Bewohner schaffen.

Angesichts der aktuellen Diskussion, Kleingärten in Hannover zusammenzulegen und die gewonnene Fläche in Wohnraum zu verwandeln, sieht Sarah Nicola hier eine Möglichkeit das Kleingartenwesen wieder in Beziehung zur Stadt und ihren Problemen zu setzen. Kein Entweder – oder – Prinzip, nach dem komplette Kleingartenanlagen für Wohnbebauung weichen müssen, wie es im Hannoverschen Kleingartenkonzept 2016-2025 vorgesehen ist, sondern eine Fusion der zurzeit konkurrierenden Nutzungen.

Denn nicht nur Kleingärten, sondern auch Wohnen muss im Kontext einer sich verändernden Gesellschaft neu gedacht werden. Themen wie Ernährung, Natur und Handwerk müssen wieder einen Platz im urbanen Wohnraum finden.