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Exodus 1947

Die Bachelorarbeit „Exodus 1947“ möchte den besonderen dokumentarischen Charakter der Inszenierungen der Künstlergruppe „Das Letzte Kleinod“ durch eine themenbegleitende Ausstellung erweitern. Im Sommer 2013 möchte der Autor und Regisseur  der Gruppe Jens-Erwin Siemssen zwei Kasernen bespielen. Diese befinden sich in Emden und Wilhelmshaven und waren 1947/48 Teil der Geschichte des Flüchtlingsschiffes „Exodus“.

Die Ausstellung möchte den Zuschauern die Möglichkeit geben, tiefer in diese Geschichte und die Schicksale der Menschen einzutauchen und sich Hintergrundwissen anzueignen.

„Je düsterer das Thema, desto mehr Licht muss man verbreiten“ (Alan Ayckbourn)

Durch diese Ausstellung wird der Besucher mitgenommen auf eine Reise. Eine Reise, die die  4500 Juden bereits 1947 auf sich genommen haben. Er bekommt Einblicke in das Leben nach den Krieg, die beengte Situation in den Displaced Persons Camps und er kann mitfühlen, wie die Hoffnung aufkeimte endlich nach Erez Israel zu kommen.

Anhand von Bildmaterial und Texten wird dem Besucher das Leben auf den Schiff näher gebracht, er wird mitgerissen in den Kampf den die Juden führten, um in den Hafen von Haifa einzulaufen und er erfährt wie die Juden diesen Kampf verloren haben und von den Briten zurück nach Deutschland deportiert wurden und wie sie sich von hier aus wieder auf den Weg machen mussten.

Die Reiseroute der Juden wird auf die Kasernengelände übertragen und die Geschichte wird so dem Besucher näher gebracht. Auf dieser Route befinden sich fünf Stationen, welche aus Dreiecken zusammengesetzt sind.

Abgeleitet vom Davidstern sollen sie möglichst Emotionen transportieren. Durch die Anordnung der Dreiecke, eingefügten Nischen und Schlitzen soll die Hoffnung, die die Juden hatten, unterstützt werden.

Durch warmes Licht und die Wahl des Materials Stoff, entsteht eine angenehme Atmosphäre, es wird Licht in das düstere Thema gelassen, damit es für die Besucher besser verarbeitet werden kann.

Durch die Symbiose von Inszenierung und Ausstellung wird dem Besucher ein rundes Gesamterlebnis  geboten, was ihn in Gedanken mit nach Hause begleiten wird.